Bodenreform, oder: mit Handwerk zur Reinheit

Erste Maßnahme zur Umstellung unserer Lagen vom herkömmlichen auf den biologischen Anbau, war der strikte Verzicht auf Einsatz von Mineraldünger und ökologisch kritische Spritzmittel vor sechs Jahren.

Seither werden die Böden konsequent und erfolgreich renaturiert. Beikräuter werden, sofern notwendig, rein mechanisch entfernt und der gesamte Bereich unter und um den Rebstock wird ausschließlich mit der Hacke bearbeitet. Zur Erhöhung des Humusgehaltes des Bodens werden Begrünungen gesät und kultiviert. Diese lockern darüber hinaus den Boden, binden überflüssigen Stickstoff und regulieren gemeinsam mit Mikroorganismen und anderen bodenbewohnenden Lebewesen kontinuierlich den Nährstoffgehalt des Bodens, der ausschließlich organisch gedüngt wird. Das Zusammenwirken all dieser Maßnahmen sorgt für eine ausgeglichene Wuchsharmonie im Weinberg, die vor allem das Wurzelwachstum der Reben stark verbessert. Die Pflanze dringt in tiefere, mineralstoffreiche Bodenschichten vor, wird widerstandsfähiger gegen Krankheiten und insgesamt deutlich vitaler. Neben einer gesunden Grundlage für alte Rebbestände entstehen so grandiose Weine aus langsam gereiften Trauben.